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Historische Orgel in Titz-Müntz durch Orgelbau Heintz wiederhergestellt
20.04.2004 - 19:47

Am 02. Mai 2004 wird die historische Orgel in St. Peter / Titz-Müntz ihrem Dienst übergeben. Über 2 Jahrzehnte wurde der Orgelbau durch den Orgelbausachverständigen Viktor Scholz, Mönchengladbach, in der kleinen Gemeinde, Nähe Jülich, begleitet. Vorab kann man schon sagen, dass die Restaurierung vorbildlich gelungen ist, für die den Mitarbeitern der Werkstätte Heintz/Schiltach, aber in gleicher Weise auch den Amtsstellen des Bistums, des Landes und der spendenfreudigen Kirchengemeinde für die Kostendeckung zu danken ist.


Die Orgel kommt aus der bekannten Werkstätte Gebr. Müller. Die Orgfelbauer haben ihre Werkstatt in dem kleinen Eifeldorf Reifferscheid bei Hellenthal unterhalten. In unserer Gegend wurden sie um 1802 tätig. Die Müntzer Orgel wurde 1843 erbaut. Sie hat ursprünglich in einer älteren Vorkirche gestanden. Das heutige, neugotische Gebäude wurde im
Jahre 1887 fertig gestellt. Der Linnicher Orgelbauer Michael Dauzenberg hat das Werk “überarbeitet” und die Orgel in der Turmnische aufgestellt. Das Werk erhielt damals einen freistehenden Spieltisch, den man bei einem Besuch 1984 noch überprüfen konnte. Leider wurde diese Situation beim Einbau einer elektronischen Interimsorgel massiv verändert. Die ursprünliche Situation einer Brüstungsorgel mit seitlicher Spialanlage ließ sich nicht mehr rekonstruieren. Die Orgel wird heute von einer zentralen Spielanlage vollmechanisch gespielt Insofern wurde der Dauzenberg - Lösung von 1887 der Vorzug gegeben.
Die ständige Fühlungnahme zwischen der Fa. Georges Heintz und den anderen Beteiligten führte zu einer erfreulichen Verständigung auch in den besonderen denkmalpflegerischen Belangen, deren Eigenarten von den Orgelbauern mit großem Einfühlungsvermögen behandelt und in solider handwerklicher Technik mit den rechten Materialien ausgeführt wurde.


Disposition:






Pedal C-f'

Hauptwerk 1. Man. C-c'''' [!]

Unterwerk C-c'''' [!]

Contre Bass 16’
Subbass 16’
Octavbass 8’
Violoncell 8’
Octav 4’
Posaune 16’





Koppeltritte
II/I II/P I/P

Bordun 16’ Bass
Bordun 16’ Disk.
Principal 8’
Gedackt 8’
Gambe 8’
Octav 4’
Quinte 2 2/3’
Octav 2’
Mixtur 4f.
Cornett 4f. 4’
Trompete 8’ Bass
Trompete 8’ Disk.

Salicional 8’ Disk.
Fernflöt 8’ Disk. schwebend
Hohlflöt 8’ Disk.
Hohlflöt 8’ Bass
Prästant 4’
Flaut 4’
Nasard 2 2/3’
Sing.Octav 2’
Fagott-Hautbois 8’

Orgel in Titz-Müntz (Foto: Viktor Scholz)



Quelle: Viktor Scholz, Orgelsachverständiger (www.viktorscholz.de)


elsenp


gedruckt am 23.11.2017 - 22:13
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