Kirchenmusik in der Region Düren Kirchenmusik in der Region Düren
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Kirchenmusik in der Region Düren * Kircheninformationen
KirchePropsteikirche St. Mariä Himmelfahrt in Jülich
Baujahr1952
Größe400 Sitz-/400 Stehplätze
HistorieKirche Propsteikirche St. Mariä HimmelfahrtUrsprünglich waren Kirchen nur in den Städten, wo der Bischof seinen Wohnsitz hatte. Die pastorale Pflicht zwang aber den Bischof, auch in den größeren Siedlungen Seelsorgestellen einzurichten. Ein Ort (vicus) mit erheblicher Bedeutung war zur Römerzeit Jülich, um 357 zuerst genannt. Als etwa im 9. Jh. der Bischof als Hilfe für die Verwaltung Dekanate einrichtete, wurde Jülich Vorort eines sehr weiträumigen Dekanates. 881 fiel die Kirche einem Normanneneinfall zum Opfer. 945 schenkte Erzbischof Wichfried (925-953) die Kirche mit Ländereien und dazugehörigen Gebäuden dem Stift St. Ursula in Köln. Für den hl. Bernhard von Clairvaux war Jülich so bedeutend, daß er auf einer Predigtreise hier am 14. und 15. Januar 1147 Station machte. 1329 hatte die Kirche eine Vikarie zum hl. Evangelisten Johannes, 1366 zum hl. Kreuz und seit 1398 eine zur hl. Katharina; diese war im 16. Jh. mit der Vikarie des Jülicher "Gasthauses" ver bunden. Ferner bestanden ein Fünfwunden- und ein St. Annenaltar und ein Altar oberhalb des Kreuzaltars. Im 14. Jh. gründete man in Kiringen eine Niederlassung der Johanniter, 1542/43 zerstört. 1478 stiftete Herzog Wilhelm IV. (1475-1511) und seine Frau Elisabeth von Nassau ein Kartäuserkloster in der Flur Vogelsang vor der Stadt. Nachdem Wilhelm V. von Jülich (1539-1592) seine Residenz von Nideggen nach Jülich verlegt hatte, siedelte 1568 auch das in Stommeln begründete und nach Nideggen verlegte Stift in die Hauptstadt über; dabei gelangten auch die Gebeine der sel. Christina von Stommeln in die Jülicher Kirche, wo sie noch heute verehrt werden. Der jeweilige Stiftsdechant war von der Zeit an auch Pfarrer. 1622 rief Herzog Wolfgang Wilhelm (1614-1635) die Kapuziner nach Jülich, 1644 gründeten die Sepulchrinerinnen hier ein Kloster und 1646 die Jesuiten eine Niederlassung. 1804 wurde St. Mariä Himmelfahrt Hauptpfarre im Kanton Jülich, der nach Aufhebung des ersten Bistums Aachen wieder in "Dekanat" umbena nnt wurde. Seit 1936 ist Jülich St. Mariä Himmelfahrt Propsteikirche. 1963 wurden die Pfarre St. Rochus und 1968 St. Franz von Sales von St. Mariä Himmelfahrt abgetrennt.

Bei Bombenangriffen November 1944 blieben von der Kirche nur noch Teile des romanischen Turms aus dem 12. Jh. erhalten. Bis 1952 wurde der Turm wiederaufgebaut und ein Neubau nach Plänen von Peter Salm errichtet. Die feierliche Weihe war am 14. Dezember 1952. - Innenrenovierung 1997/98, Architekt Franz Jörissen. Das zerstörte dreischiffige Langhaus war nach Plänen von Edmund Renard Ende des 19. Jhs. erbaut worden, nachdem die aus dem 11. bis 15. Jh. stammenden oder erneuerten Gebäude 1878 und 1898 abgetragen worden waren. Die romanische Kirche war eine flachgedeckte Pfeilerbasilika. Sie trat an die Stelle einer schlichten Saalkirche, die auf römische Fundamente gebaut worden war. (Quelle: Bistum Aachen)
 
PfarrgemeindePropstei St. Mariä Himmelfahrt Jülich
DekanatJülich
StrasseStiftsherrenstr. 15
PLZ Ort52428 Jülich
Internethttp://www.propsteipfarre-juelich.de/

Informationen über Orgeln (Disposition etc.) in dieser Kirche:
Orgelbauer: Orgelmanufaktur Vleugels, Hardheim (Odenwald)45 RegisterDetailanzeige

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