Kirchenmusik in der Region Düren Kirchenmusik in der Region Düren
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Kirchenmusik in der Region Düren * Orgelinformationen
KircheSt. Michael Echtz
PfarreSt. Michael Echtz (Dekanat Düren-Nord)
Registerzahl22
BauweiseMechanische Schleiflade, elektr. Registertraktur
Baujahr1956/1989/2008
OrgelbauerWalcker/Plum/Wilbrand
Disposition
Hauptwerk I (C -g''') Brustwerk II (C-g''')
schwellbar
Pedal (C-f')
Quintade 16' Holzgedackt 8' Subbass 16'
Flöte 8' Blockflöte 4' Prinzipal 8'
Salicional 8' Nasard 2 2/3' Gedacktbass 8'
Principal 4' Waldflöte 2' Choralflöte 4'
Nachthorn 4' Terzflöte 1 3/5' Hohlflöte 2'
Principal 2' Quintflöte 1 1/3' Posaune 16'
Mixtur IV 1 1/3' Oboe 8'
Trompete 8' Schalmey 4'
Tremolo

Normalkoppeln als mech. Fußtritte
Handregister und 2 Freie Kombinationen
Feste Kombination für "Plein jeu"
HinweiseDie Walcker-Orgel wurde im Jahre 1956 für die Renaissancekapelle des Krematoriums in Stuttgart-Prag erbaut. Im Zuge der Renovierung dieser Kapelle wurde sie im Jahre 1989 ausgebaut und kam auf Vermittlung der Firma Orgelbau Plum nach Echtz, wo sie mit Rücksicht auf den Chor an der Rückwand der Empore aufgestellt wurde.
Da sie weder technisch noch klanglich befriedigen konnte, wurde nach der großangelegten Kirchenrenovierung, die im Jahre 2006 abgeschlossen worden war, der Ruf nach einer akzeptablen Lösung dieses Orgelprobems laut.
Im Frühjahr 2008 wurde zunächst das provisorisch verschlossene Westfenster hinter der Orgel geöffnet und ein dreifach isoliertes Fenster eingesetzt, um die unmittelbar dahinter stehende Orgel vor Sonneneinstrahlung und Zugluft zu schützen.
Anfang September schließlich begann die Firma Heinz Wilbrand damit, die Orgel komplett zu zerlegen. Während dieser Phase wurden auch die Wände des umgebenden Turmraumes renoviert und gestrichen. Hier hatten sich in den letzten Jahren Putz- und Farbstücke gelöst und waren in die Orgel gefallen. Das Innere des Instruments bot ein trostloses Bild.
Die alten, störanfälligen pneumatischen Registerzug-Relais wurden gegen moderne, elektronisch gesteuerte Registerzug-Magneten ausgetauscht, die präziser und nahezu unhörbar arbeiten. Ende Oktober wurde dann mit der umfassenden Intonation begonnen. Da die Orgel einerseits dem (heute sehr fragwürdigen) klanglichen Geschmack der 50er Jahre (Orgelbewegung) entsprach und zum anderen ursprünglich für eine Friedhofskapelle gebaut worden war, war es dringend notwendig, am Registerbestand sowie an der Intonation drastische Änderungen durchzuführen. Dabei wurden u.a. zwei Mixturen durch neue Zungenregister ersetzt. (Posaune, Trompete und Schalmey). Des Weiteren hat man durch das Umstellen einiger Stimmen ein schlüssiges Gesamtkonzept erreicht. So entstand z.B. die Möglichkeit, im Hauptwerk ein klassisches Plenum zu registrieren. Im Schwellwerk gibt es ein auf Flötenstimmen basierendes fünffaches Kornett. Die neue, romantisierende Klangentfaltung kommt dem ungünstig gewählten Standort an der Kirchenrückwand sehr entgegen, so dass ein überaus überzeugendes Gesamtkonzept entstanden ist.
Der Prospektentwurf stammt von Walter Supper. (Freundliche Mitteilung von Frank Grobusch)

Orgel in Echtz (C) Frank Grobusch

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